Neu seit 2025; Arbeitsgruppe Wohninitiative Mengen
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Bei uns hat sich eine Gruppe Menschen zusammengetan, um ein besonderes Wohnprojekt zu gründen: eine Wohninitiative für Jung und Alt. Jedenfalls ist das unser Wunsch. Noch steht die Idee ganz am Anfang, wir suchen nach geeigneten Häusern/ Grundstücken. Wie es dazu kam, dass sich die Gruppe Ende Oktober erstmals getroffen hat, weiß Kai Hoffmann noch genau. „Mitglieder unserer Bürgerschaft haben immer wieder festgestellt, dass es in Mengen Häuser gibt, die zu wenig genutzt werden“, sagt der Vorsitzende des Bürgerforums. So gebe es beispielsweise Grundstücke mit geräumigen Häusern, einst das Zuhause von Familien, heute der Wohnort für Menschen, deren Kinder längst ausgezogen sind. „Vor allem für ältere Menschen gibt es keine Alternativen als ihr eigenes Haus“, sagt Hoffmann. Aber mit zunehmendem Alter sei auch das eigene Zuhause womöglich nicht mehr für Menschen geeignet, wenn sie Schwierigkeiten bekommen, Treppen zu bewältigen, oder es nicht schaffen, anderen Menschen zu begegnen.
„Wir haben uns gefragt: Wie wollen wir denn selbst im Alter wohnen?“, sagt Hoffmann. Viele der jetzt im Dorf aktiven Menschen möchten gern in Mengen alt werden und nicht in ein Seniorenheim oder ein Wohnprojekt weit entfernt umziehen müssen. „In Schallstadt gibt es solche Wohnformen bereits, doch ein eigenes Wohnprojekt würde jungen und alten Menschen ermöglichen, altersgerecht in Mengen zu leben und miteinander aktiv zu sein“, erklärt der 60-Jährige.
Nach ersten formlosen Gesprächen mit grundsätzlich Interessierten für ein mögliches Wohnprojekt hatte Hoffmann dann ein erstes Treffen initiiert und im September im Gemeindeblatt ein Inserat geschaltet, um zu schauen, wie viele andere Menschen an dem Thema interessiert sind. „Es haben sich einige gemeldet, die Interesse an so einem Projekt haben“, sagt Kai Hoffmann. Menschen aus allen Altersklassen seien im Team dabei, es gebe Gärtner, Handwerker, Lehrer – eine heterogene Gruppe, freut sich Hoffmann. Etwa 15 Mitglieder beteiligen sich nun an der Initiative. „Manche sind schon wieder abgesprungen, doch es kommen auch immer wieder Neue dazu“, so Hoffmann.
Im September 25 fand dann das erste Treffen der Projektgruppe für das alternative Wohnprojekt für Jung und Alt mit dem Arbeitstitel „Dorf im Dorf“ statt. Hoffmann: „Einen festen Namen für das Projekt haben wir noch nicht gefunden, doch ‚Dorf im Dorf‘ beschreibt ein bisschen, was wir uns vorstellen, und mit dem Namen kann jeder von uns mitgehen“, verrät Hoffmann.
Wie sich die Initiative ein Wohnprojekt für Jung und Alt vorstellt, kann Kai Hoffmann ganz genau erklären: „Jeder soll seinen eigenen Wohnbereich haben, wohin man sich zurückziehen kann. Es sollte verschiedene Wohnungsgrößen, aber auch Wohngemeinschaften im Gebäude geben“, so Hoffmann. Das Besondere: Man soll Ressourcen teilen können. Zum Beispiel kann es ein gemeinsames Gästezimmer geben, sodass einen die Kinder weiterhin besuchen können. Oder auch eine Gemeinschaftswerkstatt, ein großer Raum für Besprechungen oder Feiern oder ein gemeinsamer Garten. Ältere Menschen könnten sich zum Beispiel eine Pflegekraft mit anderen teilen, um Kosten zu sparen, denn es gebe ich Mengen bisher keinen Pflegestützpunkt, sagt Hoffmann.
